Sehr beschämender Artikel! Die Hotellerie sollte ihrer sozialen Verantwortung nachkommen. In meinen Augen ist es die unternehmerische und auch soziale Verantwortung und Pflicht einer jeden Führungskraft, dafür zu sorgen, dass es in den Hotels ordentliche Arbeitsbedingungen und faire Löhne gibt. Es kann nicht sein, dass hier Menschen arbeiten, denen die Überstunden nicht angerechnet werden, die keinen Mindestlohn bekommen, die kein Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld bekommen und deren Abhängigkeit, Geld zu verdienen, schamlos ausgenutzt wird. Ansonsten wird die Branche weiter schaden nehmen und wir werden bald überhaupt keine Menschen mehr bekommen, die in einem Hotel arbeiten wollen.
Mit ‘hotel’ getaggte Artikel
Ich musste doch schon sehr schmunzeln, als ich diese Pressemitteilung eines Hoteliers aus Lünen gelesen habe. Wie schon in meinem Blogbeitrag angedeutet, entwickelt sich das Produkt der HGK zu einem absoluten Rohrkrepierer. Schlimmer noch: Den Hoteliers wird suggeriert, dass die Anbindung an den Google-Hotelfinder quasi der neue “heilige Gral” ist. Eine für die Hotellerie eierlegende Wollmilchsau. Hallo Hoteliers, aufwachen! Google ist eines der profitabelsten Unternehmen der Welt und sicher kein alturistischer Verein.

Da lese ich doch heute auf meiner sehr frühen Fahrt nach Berlin einen sehr schönen Artikel in der Hamburger Morgenpost (klick für Vergrößerung). Es geht um die Ausbeutung von Reinigungskräften im Hotelgewerbe. Nicht, dass das Hotelgewerbe sowieso schon an unterster Stelle der Attraktivität der Arbeitgeber steht, nein, mit solchen Aktionen wird die Branche weiter und weiter in Verruf geraten. Das Anwerben von Fachkräften wird immer schwieriger und die Branche jammert heute schon über einen Fachkräftemangel.
Lübeck muss (und Bremen will) bei der Bettensteuer zwischen Privatreisenden und Geschäftsreisenden unterscheiden. Aber die Wirklichkeit ist noch komplizierter, wie dieser Hotel-Fragebogen zeigt:
Ist der Anlass Ihrer Übernachtung a) privat, b) geschäftlich, c) privat, aber Ihre Frau denkt, geschäftlich?
Führen Sie steuerpflichtige Bettgenossen/innen mit sich? Wenn ja, kreuzen Sie an: a) Ehemann/frau, b) Kuscheltier, c) Liebhaber/in, d) lebendes Tier. (Anm.: Hausstaubmilben, Bettwanzen und Flöhe gelten laut Urteil des Oberfinanzgerichts Cleverbrück, AZ 123 XY 456/789, nicht als bettensteuerpflichtig.)
Wählen Sie a) SPD oder Grüne (Sie zahlen 5 Prozent Bettensteuer), b) Linke (Sie zahlen 8 Prozent), c) CDU (eine kleine Spende vielleicht?), d) FDP (geht aufs Haus).
Geiles Video: Kundenorientierung at its best! Von einer unmöglichen Anfrage, mit dem einfachen Ziel, einen schlechten Service darzustellen, zu einer Mitarbeiterin, die Kunden begeistert und damit den “Spieß” herumgedreht hat.

Hallo HGK: “Copycat zu spielen lohnt sich nie, weil man immer der Zweite bleibt” (Peter Wippermann, Gründer des Hamburger Trendbüros) check: www.so-geht-hotel-heute.com. Und zu dem Portal sei gesagt: Netter Versuch, wird aber am Ende ein Rohrkrepierer, da die Budgets für die Vermarktung und ständige technische Entwicklung fehlen. Das Geld sollte man sinnvoller einsetzen.

Endlich einmal Solidarität in der Hotellerie in Bremen! Von 65 buchbaren Hotels bei HRS hat nur ein Hotel das “HRS Top Quality Hotel-Siegel” und sich damit freiwillig dem Diktat von Ratenparität, etc. unterworfen.
