Die Mitteilung ist eine erschreckende, wie aber auch warnende zugleich. Das Park Hotel Bremen, ein 5-Sterne-Superior Leading Hotel of the World ist insolvent. Grotesk die Seite 7 des “Weser-Kuriers“. Oben der Bericht über die Insolvenz des einen Hotels, darunter die Mitteilung über die Eröffnung eines weiteren großen IBIS Hotels auf dem Bahnhofsvorplatz.
Mit ‘City Tax’ getaggte Artikel
Lübeck muss (und Bremen will) bei der Bettensteuer zwischen Privatreisenden und Geschäftsreisenden unterscheiden. Aber die Wirklichkeit ist noch komplizierter, wie dieser Hotel-Fragebogen zeigt:
Ist der Anlass Ihrer Übernachtung a) privat, b) geschäftlich, c) privat, aber Ihre Frau denkt, geschäftlich?
Führen Sie steuerpflichtige Bettgenossen/innen mit sich? Wenn ja, kreuzen Sie an: a) Ehemann/frau, b) Kuscheltier, c) Liebhaber/in, d) lebendes Tier. (Anm.: Hausstaubmilben, Bettwanzen und Flöhe gelten laut Urteil des Oberfinanzgerichts Cleverbrück, AZ 123 XY 456/789, nicht als bettensteuerpflichtig.)
Wählen Sie a) SPD oder Grüne (Sie zahlen 5 Prozent Bettensteuer), b) Linke (Sie zahlen 8 Prozent), c) CDU (eine kleine Spende vielleicht?), d) FDP (geht aufs Haus).
Nach dem Entscheid der Bundesregierung, den Mehrwertsteuersatz für Hotelübernachtungen zu ermäßigen und den anderen europäischen Ländern anzupassen, sah Bremen auch hier – entgegen vernünftigem Rat – eine Chance, zusätzliche Einnahmen zu generieren und führte zum 01.04.2012 in Bremen die City-Tax ein. Jetzt hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass zumindest der “Aufschlag” bei dienstlich begründeten Übernachtungen nicht zulässig sei. Wer denkt, die Stadt käme jetzt zur Einsicht, irrt gewaltig. Es ist schon fast lustig zu sehen (wenn es nicht so ernst wäre), mit welchen Anstrengungen jetzt versucht wird, noch zu retten, was eigentlich nicht zu retten ist.

