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04. Februar 2010

die Schwachstellen der Bewertungsportale wie HolidayCheck und Co…

Endlich ist es soweit, hier haben wir mal eine Bewertung von einen Kandidaten, auf die/den wir schon lange gewartet haben.

Dieser Gast und unser Produkt / Designer – da treffen Welten aufeinander, spannend zu sehen, was da dann so rumkommt.

Hartmut vs. prizeotel designed by Karim Rashid

In der grauen Ecke :

der welterfahrene, viel gereiste Hartmut (siehe Bild, zum Bild hier klicken – aus rechtlichen Gründen verlinken wir nur und stellen das nicht auf unserer Seite dar, man weiß ja nie…), 53 Jahre alt, selbst ernannter Profi-Hotelkritiker (nachfolgend eine kleine Ansammlung seines Eigenlobs)

“…ich…als ständiger Bewerter bei Holidaycheck…”

“ich dachte… Ich muss hier natürlich einige Sachen relativieren…”

Wie man unschwer erkennen kann, Hartmut liebt den lässigen “look” des typisch deutschen Mallorca-Touristen : weisse Socken sind leider nicht zu erkennen, Shorts und T-Shirt in leicht gräulichen Farbkombination.

In der bunten Ecke :

prizeotel und sein int. Stardeisgner, der “Popstar der Designwelt” Karim Rashid.

Rashid “wer bitte ist denn Hartmut ?” war 10 Jahre lang außerordentlicher Professor für Industriedesign und ist heute ein häufiger Gastdozent an internationalen Universitäten und in Konferenzen weltweit. 2005 erhielt er die Ehrendoktorwürde des Corcoran College of Art and Design (CCAD) in Washington DC und 2006 die Ehrendoktorwürde des Ontario College of Art & Design (OCAD) in Toronto.

Seinen internationalen Durchbruch feierte Rashid 1996 mit dem Plastikpapierkorb „Garbo Can“. Er hat insgesamt über 3000 Designs und Objekte entworfen und realisiert sowie über 300 Designpreise erhalten. Seine Arbeiten werden in allen großen Museen der Welt ausgestellt, wie im Museum of Modern Art (MoMa) in New York, im San Francisco Museum of Modern Art und im Pariser Centre Georges Pompidou. Seinen Stil nennt er „Blobismus“ – die Welt als Blase.

Gong

Runde 1

leichtes herumtänzeln, doch dann, ein Angriff und erster Tiefschlag von Hartmut

“Der Bereich mit den Polstermöbeln in der Lobby wirkt noch ein bißchen gemütlich, der Bereich vor der Bar/Frühstücksraum erinnert mich an eine Bahnhofshalle.”

Karim Rashid kontert :

“War klar, weil Hartmut zu bequem ist! Gerade gestern habe ich mich mit einem Kunden auseinandergesetzt, der nicht einsehen wollte, dass ein modernes Hotel und Hotelzimmer ganz anders aussehen sollte als die, die wir kennen.”

Runde 2

Hartmut läuft sich langsam warm :

“Etwas unpersönlich…da…der Litauische Geschäftsmann vor mir einige Fragen hatte…” na, na, na, schon wieder ein Tiefschlag…

Runde 3

Hartmut ist warm, es kommen weitere Schläge, technisch allerdings nicht wirklich versiert :

“Es gibt nur Frühstück kostet extra 9,50 €.  Nichts Besonderes wie sagt man, kontinentales Frühstück….Was hier 9,50 € kostet weiß ich nicht.” jetzt kommt der Ringrichter ins Spiel und ermahnt Hartmut.  Immer technisch sauber blieben, das klassische Continental Breakfast engl. für einfaches Frühstück, besteht aus Kaffee (Tee, Kakao), Brötchen, Butter und Konfitüre.  Im prizeotel wird aber viel mehr angeboten :

Kaffeespezialitäten, frisch gemahlen, wie z.B. Latte M., Milchkaffee, Espresso, Kaffee, Cappu oder auch Kakao, 6 verschiedene Teesorten der Marke Althaus, Orangensaft, Mineralwasser, Eier, verschiedene Joghurtsorten, verschiedene Sorten Kelloggs, selbstgemachtes Bircher-Müsli, verschiedene Wurst- und Schinkensorten, verschiedene Käsesorten, Bonne-Maman Konfitüre und Honig, Nuss-Nugat-Creme, täglich frisch aufgeschnittenes Obst, verschiedene Brotsorten, verschiedene Brötchensorten, Croissants, Toast und Zwieback.

Runde 4 :

Hartmut kommt auf einmal aus der grauen Ecke zu Beginn der vierten Runde und ist wie gestochen, er läuft völlig Amok :

“…das ungemütlichste aber die weißen Plastikstühle. Die würde ich mir nicht mal in den Garten stellen. Unbequem und ganz einfach häßlich. Gott sei Dank muss einem nicht jeder Quatsch eines Designers gefallen…”

“Kurze Anmerkung noch, die Stuhlbeine der häßlichen Stühle…”

“…aber da stand er wieder, der häßliche und unbequeme Plastikstuhl…”

Abbruch – der Ringrichter disqualifiziert Hartmut für seinen technisch unsauberen Boxstil und die vielen Tiefschläge.

Respektlos dem Produkt, dem Designer und vor allem den anderen Gästen gegenüber, die sich im prizeotel designed by Karim Rashid wohlgefühlt haben, getrieben von Selbstüberschätzung, sich selbst als den ultimativen Maßstab sehend, probierend allen anderen seine Bedürfnisse und Erwartungen aufdrängen zu wollen, konnte es nur zum Abbruch kommen.

Für uns ist klar, Hartmut spielt in einer anderen Liga – in welcher  ? Das liegt nicht an uns das zu beurteilen…allerdings, es offenbart nur zu deutlich die Schwächen der Bewertungsportale wie HolidayCheck, tripadvisor.de, trivago und co…:

nicht alle Menschen haben nun einmal die gleichen Bedürfnisse, was dem einen gefällt, kann der andere nicht leiden.  Wie aber weiß man, ob der, der ein Hotel bewertet hat, in das man reisen will, die gleiche Erwartungshaltung, die gleichen Bedürfnisse hat ?

Hartmut hätte an Hand der Bilder und Videos sehen können, dass das Produkt nicht seinen Erwartungen und Bedürfnissen entspricht, deutlich gesagt, Hartmut gehört nicht zur Zielgruppe eines prizeotel designed by Karim Rashid, aus dem gleichen Grund, warum prizeotel auch keine Busgruppen annimmt.  Diese Zielgruppe passt ebenfalls nicht zum Produkt.

Dienstleistung bei prizeotel heißt, dem Kunden ein außergewöhnliches Produkt, zu einem günstigen Preis anzubieten, nicht aber jede seiner Launen zu befriedigen.  Daher werden wir weder Stühle auswechseln, noch das Design ändern.  Es besteht also somit keine Notwendigkeit von Hartmut noch einmal das prizeotel Bremen-City zu besuchen, um zu sehen (wie er es bei anderen Hotels gerne macht), ob es bereits Veränderungen und Reaktionen auf seine Kritiken gab.

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