Hallo meine treuen Leser, hier bin ich wieder! Seit meinem letzten Blog-Eintrag ist wirklich viel passiert und es hat sich auch einiges geändert: Seit dem Februar bin ich nun in einer neuen Abteilung. Ich weiß nicht wie aufgeregt ich war, aber ich hatte an meinem ersten Tag in der Reservierung keine Fingernägel mehr.
Selbstverständlich waren noch alle Fingernägel vorhanden, aber der Respekt vor der Abteilung war da. Klar dachte ich, als ich noch am Front Office war, dass die Hauptaufgaben in der Reservierung darin bestanden, Emails zu beantworten, Telefongespräche mit Gästen zu führen und Reservierung an zu legen. Tatsächlich dachte ich, dass die Arbeit in der Reservierung wesentlich ruhiger verlaufen würden, als am Front Office. Aber da hab ich falsch gedacht.

Nach einem Monat kann ich behaupten, dass die Arbeit in der Reservierung genauso viel Konzentration, Geduld und 100% Einsatz abverlangt, wie die Arbeit am Front Office. Die ersten Wochen waren mit Sicherheit eine Qual für meine Gäste an der anderen Leitung. Manchmal, nein oft kam es in der ersten Woche vor, dass meine Gedanken schneller waren, als meine Lippen, so dass ich in einem Gespräch die Hälfte verschluckt habe und die andere Hälfte der Gast nicht verstehen konnte. Frau Liere (meine Mentorin) versucht in kleinen Trainingseinheiten, die wir klug während den „ruhigen“ Stunden eingebaut haben, mich im „wording“ zu schulen. Aber ruhig war es in der Abteilung eigentlich nie.
Die Kommunikation mit dem Gast ist relevant für ein gutes Verkaufsgespräch. Vielen ist es vielleicht noch nicht während eines Gesprächs aufgefallen, aber wie fragt ihr nach dem Namen, wenn ihr diesen nicht sofort verstanden habt? „Wie war Ihr Name oder wie ist Ihr Name?“ Nun ja, der Gast ist ja nicht schlagartig von uns gegangen. Achtet mal beim nächsten Gespräch auf eure Wortwahl.
Solche und andere Themen wie der langfristige Umsatzkreislauf, PMS (Property Management System), OTA (Online Travel Agency) und Retail/Merchant Modell besprechen wir in den kleinen Schulungen. Es kommt nämlich manchmal vor, dass Herr Nussbaum mit seinen vielen, neuen Ideen in die Abteilung kommt. Damit ich beim nächsten unerwarteten Ideenfluss gewappnet bin, bereite ich mich auf dieses Fachjargon vor, um wenigstens 30% von dem zu verstehen, was auf mich aufprallt.
Neben dem täglichen Wahnsinn, veranstaltet das Team kleine Events wie der Besuch zum Länderspiel Deutschland gegen Frankreich im Weserstadion. Wir hatten verdammt gute Plätze, aber leider konnte ich nur die Tore der Franzosen hautnah mit erleben. Tor, bleibt Tor und wir hatten sehr viel Spaß.

Darüber hinaus waren einige vom Team (mich eingeschlossen) in der Bundeshauptstadt und haben die ITB in Berlin besucht. Dafür, dass ich einen kompletten Tag bei der Messe verbracht habe, kann ich mich an nichts mehr erinnern. Liegt wohl daran, dass wir hauptsächlich von einem Termin zum anderen gehetzt sind, um neue Innovationen zu begutachten und einige Preise entgegen zu nehmen: Das Prizeotel-Team wurde zum dritten Mal in Folge von Holidaycheck ausgezeichnet und wir wurden bei QR (Quality Reservation) dritter.
Wir haben sogar eine Art Videotagebuch während unseres Trips geführt, welches in Kürze ebenfalls hier im Blog erscheinen wird.
Ich würde gern noch mehr schreiben, aber aufgrund dieses ereignisreichen Monats, leide ich unter Gedächtnisschwund. Die Themen sind vorübergehend nicht abzurufen, aber wenn ich wieder zur Ruhe komme und ich in mich gehen kann, kommen die Themen mit Sicherheit wieder.
Bis demnächst. Euer Rooney
Roney, die Reservierung und die ITB,Tags: Azubitagebuch, itb, Reservierung, Roney Rod Cameron
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