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Mit “schlecht geklaut” ist nichts gewonnen

Ende des Jahres soll in Bremen ein neues Hostel eröffnet werden. Für rund zwei Millionen Euro entsteht im Europahafen im ehemaligen Zollhaus eine 50 Zimmer große Herberge mit 111 Betten. Das Zollhaus Bremen. Jede Etage bekommt eine eigene Farbe und jedes Zimmer verfügt neben Dusche, WC, W-Lan und Flatscreen über eine Kofferablage (kommt ihnen das schon bekannt vor?). Der Zwischenstand der Bauarbeiten kann über einen regelmäßigen Videopodcast verfolgt werden. Eine sehr gute Idee, diese Videos.

Moment mal. Wie man in unserem Zusammenschnitt sieht, haben wir genau das Gleiche schon vor drei Jahren mitten in der Bauphase des prizeotel Bremen-City gemacht.

Nicht falsch verstehen: Wir finden es wirklich klasse, wenn unsere Ideen so gut ankommen und wir Inspiration und Vorbild für Andere sind, dass wir kopiert und nachgemacht werden. Aber was auch schon für das Weihnachtsvideo gilt, gilt auch für den netten Versuch des Zollhaus in Bremen.

Wenn man schon einen Videopodcast á la prizeotel macht, dann geben wir den Ratschlag, dass es eine gute Kopie werden muss. Wenn, dann richtig. Und wo wir gerade schon bei schlechten Kopien sind: Ab November werden dann natürlich auch Jobs im Zollhaus zu vergeben sein. Und die heißen unter anderem “Guest Service Manager” oder “Service Team Member”. Sind etwa auch die Job-Bezeichnungen von uns abgekupfert?

Wie dem auch sei: Das künftige Hostel will mit Preisen ab 19 Euro für ein Mehrbettzimmer und ab 69 Euro für ein Doppelzimmer punkten. Die Gäste können Tag und Nacht über ein Terminal einchecken. Aha, und was ist mit dem Bremer Meldegesetz? Wie wird denn da wohl der Meldeschein handschriftlich ausgefüllt?

Sollten die Betreiber des Zollhaus Bremen weitere Anregungen brauchen, können sie uns gerne anrufen. Wir geben unser Wissen und unsere Erfahrungen selbstverständlich gerne und bereitwillig weiter.

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