prizeWORLD

Der große Frühstücksärger – und wie prizeotel darauf reagiert…

Dienstreisende müssen durch die Steuersenkung im Gastgewerbe ihr Frühstück im Hotel nun selbst bezahlen. Davon sind weder Hoteliers noch Arbeitnehmervertretungen begeistert. Empörte Gäste sollen mit erweiterten Serviceangeboten besänftigt werden.

Mit dem am 1. Januar in Kraft getretenen Wachstumsbeschleunigungsgesetz müssen Hoteliers auf ihren Rechnungen Frühstück und Übernachtung getrennt ausweisen – Übernachtungen mit einem Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent, Frühstückskosten mit dem vollen Satz von 19 Prozent. Für Dienstreisende stellt sich folgendes Problem: Da vom Arbeitgeber nur die reinen Übernachtungskosten steuerfrei erstattet werden, muss der Mitarbeiter die Frühstückskosten selber tragen und kann diese nicht steuerlich – etwa als Werbekosten – absetzen. Die Arbeitgeber müssen dagegen mit dem komplizierten Abrechnungsverfahren zurechtkommen.

Unternehmen mit großen Vertriebs- und Montageabteilung müssen sich nun Lösungen für das Problem überlegen. “Bei Bosch wird zurzeit geprüft, wie eine steuerliche Mehrbelastung für Mitarbeiter und Unternehmen vermieden werden kann. Auf jeden Fall wird der Verwaltungs- und Abrechnungsaufwand bei Dienstreisen und Montagetätigkeit erneut erhöht, was bei Beschäftigten und Unternehmen nicht gut ankommt”, sagte Alfred Löckle, Konzernbetriebsrat bei Robert Bosch, FTD.de. Eine Möglichkeit für Betriebe, in der Angelegenheit politisch zu agieren, sieht er indes nicht.

Da das Gesetz bereits gilt, bleibe den Unternehmen gar nichts anderes übrig, als sich Mechanismen zu überlegen, die für beide Seiten Vorteile bringen, sagte Herman Pfeil von der Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH). Für ihn ist das aktuelle Modell “ein bürokratisches Monster, das dem Arbeitgeber sowohl bei eigenen als auch bei Arbeitnehmerreisen schadet und der Gastronomie nicht die versprochene Entlastung bringt”.

Vor allem Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften stehen der Steuersenkung und der Auswirkung für Geschäftsreisende kritisch gegenüber. “Dieses Detail bestätigt, wie verfehlt das sogenannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist”, sagt ein Sprecher der IG Metall. Die steuerlichen Mehrkosten für Arbeitnehmer führten dazu, dass weniger konsumiert werden könne. “Wie dadurch Wachstum generiert werden soll, bleibt schleierhaft.”

Quelle : ftd.de 02.02.2010

Wir von prizeotel werden in der kommenden Woche unseren Lösungsvorschlag in diesem Blog präsentieren.  Momentan arbeiten wir mit Hochdruck daran, für unsere Gäste ein abgesicherte Lösung darzustellen.  Unsere Frau Schürg hat hierfür extra ein Seminar einer renommierten Anwalts- und Steuerkanzlei besucht.

VN:F [1.9.22_1171]
Abstimmung: 0.0/5 (0 Bewertungen)

  • http://www.blog.hotellerie.de Markus Luthe

    Wir rechnen derzeit damit, dass es spätestens Mitte März für alle Beteiligten Klarheit durch ein entsprechendes BMF-Schreiben herrschen wird. Markus Luthe, IHA

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 4.5/5 (2 Bewertungen cast)