BEWERTUNG DER WOCHE prizeWORLD

Der Gast hat immer recht …

…toller Artikel aus welt.de, dem wir nur zustimmen können, wie wahr, wie wahr…

Die Deutschen sind ein kritisches Urlaubervolk. Doch manche Gäste ärgern sich einfach über alles im Hotel – und das ist dann schon wieder kurios

Noch vor zehn Jahren wurde der Reiseärger bei Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen abgeladen. Inzwischen gibt es Hotelbewertungsportale wie HolidayCheck, Zoover, tripadvisor- “Kummerkästen”, die von den kritischen Deutschen gern genutzt werden. So feierte das größte Portal in Deutschland, HolidayCheck, erst vor wenigen Tagen den 1,3-millionsten Eintrag. “Und die meisten Kommentare, mehr als 80 Prozent, sind durchaus positiv, das heißt, unsere User empfehlen ihr Urlaubshotel weiter. Ganz anders gelagert sind hingegen 16 bis 19 Prozent der Einträge, in denen die User das Hotel, den Campingplatz oder das Kreuzfahrtschiff eher schlecht bewerten”, sagt Ulrich Cramer, Sprecher von HolidayCheck. Bei Zoover, dem zweigrößten Hotelbewertungsportal in Deutschland, seien die Zahlen ähnlich, sagt Christian Neuwerth, der wie sein Kollege Cramer schlechtes Essen, unsaubere Zimmer, unfreundliches Personal, verschmutzte Strände und Pools als Hauptkritikpunkte der Nutzer nennt. Ungewöhnliche Beschwerden, die teilweise vor Gerichten verhandelt wurden, etwa weil das Meer rund um die Seychellen zu unruhig war (Landgericht Hannover, AZ 1 O 59/09) oder weil sich am Strand von Mauritius auch Einheimische aufhielten (Amtsgericht Aschaffenburg, AZ 13 C 3517/95), sind nach den Erfahrungen der Portalbetreiber allerdings die Ausnahme. Ulrich Cramer: “Reisende, die sich über typische Gepflogenheiten in den Reiseländern aufregen, wie laute Muezzin-Rufe in der Türkei oder aufdringliche Souvenirverkäufer in Ägypten, werden von anderen Usern meist schnell geerdet nach dem Motto: Andere Länder, andere Sitten.”

Bleiben schließlich noch die Beschwerden, die so abstrus sind, dass ihnen mit gesundem Menschenverstand kaum beizukommen ist. Ein gutes Dutzend solcher “Klagen” haben wir zusammengetragen:

Im Berliner Hotel “Astoria” beschwerte sich ein Gast über Umbauarbeiten. Doch nicht Lärm oder Staub waren sein Problem, er machte vielmehr die übermäßige Abnutzung seiner Schuhe geltend, die überdies Abschürfungen aufwiesen. Dabei waren die betroffenen Hotelbereiche abgesperrt.

Ein anderer Gast dieses Hauses nahm den Umstand, dass es auf den Frühstücksbuffets keinen losen Tee gibt, zum Anlass einer Beschwerde. Auf die Frage, welche Teesorte er denn wünsche, antwortete er, davon habe er als passionierter Kaffeetrinker keine Ahnung. Ihm sei halt nur aufgefallen, dass es im Hotel keinen losen Tee gebe.

Das Südtiroler “Hotel Post Victoria” in Oberbozen residiert in zwei historischen Gebäuden aus den Jahren 1062 und 1160. Ein Hotelgast, der seinen Hund mitgebracht hatte, beklagte sich nach der ersten Nacht in dem historischen Gemäuer, dass sein Vierbeiner nicht schlafen könne. Aber nicht ungewohnte Geräusche, wie das Knarzen des alten Holzes, nannte er als Grund. Nein, es sei der harte Fußboden gewesen, der dem Tier zugesetzt habe – trotz Hundedecke.

Ein anderer Gast des Hauses wunderte sich über das eigentümliche Mobiliar. Einen Schrank, der nicht nur mitgenommen aussah, sondern auch Geräusche von sich gab, wenn man ihn öffnete, fotografierte der Gast und schickte das Bild an sein Reisebüro mit der Bemerkung: “Der Kasten war bestimmt über 40 Jahre alt und knarrte furchterregend, wenn man die schweren Türen bewegte . . .” Dass es sich bei der Einrichtung um echte Antiquitäten handelt, war dem Mann offenbar entgangen.

Ein Gast des Apartmenthotels “Citadines Kurfürstendamm” in Berlin wollte nachts seine Wäsche waschen. Dazu musste er mit seiner Wäsche aus dem 3. Stock ins Untergeschoss des Hauses, wo die Waschmaschinen stehen. Während des zweistündigen Waschvorgangs lief der Gast dreimal mit seiner Wäsche vom Keller in die dritte Etage. Schließlich fragte er sehr verärgert die Rezeptionistin, warum sie immer den Fahrstuhl aus dem Keller hole und in andere Etagen fahre. Nicht nur, dass er der Angestellten unterstellte, absichtlich Gäste zu ärgern, ihm war auch entgangen, dass man den Fahrstuhl per Knopfdruck rufen kann – selbst im Keller.

Im Hotel “Anse Chastanet Hotel” auf St. Lucia wird der Weihnachtsabend alljährlich im festlichen Rahmen gefeiert. Die Hotelbesitzer laden zu einer Champagnerparty ein. Als Dresscode schlägt das Hotel “smart elegant” vor. Nun mögen es manche lieber leger – auch im Fünfsternehotel. Dass man zu einem Familienfest allerdings auch noch offizielle Verpflichtungen erfüllen muss, erboste einen Gast so sehr, dass er später beim Veranstalter Geld zurückforderte mit dem Argument, elegant gekleidet zu sein und den Hotelbesitzer persönlich begrüßen zu müssen, ginge weit über seine Hotelbuchung hinaus.

Eine Dame, die in einem Salzburger Hotel ein Zimmer reserviert hatte, wollte diese Reservierung nach ihrer Anreise mit der Begründung rückgängig machen, sie fühle sich betrogen. Denn im Garten stünden keine Blumen, und auch der rosafarbene Kirschbaum, der auf der Website zu sehen sei, blühe nicht. Die Dame hatte das Zimmer für Anfang Januar reserviert.

Der Internetauftritt des Hauses sorgte auch bei einer anderen Dame für Verwirrung, die sich beklagte, durch die Wegbeschreibung in die Irre geführt worden zu sein. Das Hotel liegt 1,2 Kilometer vom Stadtkern entfernt, was auf der Webseite maßstabsgetreu dargestellt wird. Die Dame glaubte allerdings, die zwei Zentimeter zwischen Hotel und Altstadt auf der Wegeskizze entsprechen den tatsächlichen Entfernungen, und war nun empört, 1200 Meter laufen zu müssen.

Wenige Minuten nachdem eine Stewardess in einem Münchner Flughafen-Hotel eingecheckt hatte, beschwerte sie sich an der Rezeption, weil die Mikrowelle im Zimmer nicht funktionierte. Die Angestellten waren zunächst sprachlos, weil sie gar nichts von der Mikrowelle wussten. Die gab es auch nicht – die Stewardess hatte die Tiefkühlpizza in den Zimmersafe geschoben.

Ein Amerikaner im “Hotel Hessischer Hof”, auf dessen Zimmer das heiße Wasser nicht mehr floss, wandte sich mit seiner Beschwerde nicht an die Rezeption, sondern wählte den langen “Dienstweg”: Er rief seine Assistentin in New York an, die wiederum das Reisebüro in London kontaktierte, von wo die Beschwerde an die Rezeption des Frankfurter Hotels weitergeleitet wurde. Da es spät am Abend war und der Mangel so schnell nicht behoben werden konnte, bot das Hotel dem Gast an, in ein anderes Zimmer umzuziehen – musste dieses Angebot aber wieder über den langen Dienstweg über London und New York machen, da der Gast inzwischen außer Haus war und nur über seine New Yorker Assistentin kommunizierte.

Der Direktor eines vornehmen Hotels an der Elbe in Hamburg erhielt einen Beschwerdebrief eines Gastes, der kurz zuvor im Hotel gewohnt hatte. Er schrieb, er habe extra ein Elbzimmer gebucht wegen des Blicks auf den Fluss, doch davon habe überhaupt keine Rede sein können. Er fühle sich betrogen und verlange nun sein Geld zurück, der dichte Nebel hätte die Elbe nicht einmal ahnen lassen.

In einem Hotel an der Ostsee gab es Ärger, als einem Gast die Rechnung überreicht wurde. Nach sorgfältiger Prüfung aller Posten wollte dieser partout nicht einsehen, warum er Kurtaxe bezahlen sollte. Schließlich sei er ja gar nicht mit einer Kurtaxe gefahren. Der kleine sprachliche Unterschied zwischen Taxe und Taxi war ihm entgangen.

Ein Gast, der früh am Morgen im “Genießerhotel Löwen” im Montafon einchecken wollte, wurde mit dem Hinweis vertröstet, sobald die Gäste vom Apartment 414 abgereist seien, könne er in das Zimmer. Kurz darauf kam ein Franzose im Schlafanzug an die Rezeption und meldete aufgeregt einen Überfall. Was war passiert? Der neu angekommene Gast, dem das alles zu lange dauerte, hatte das Einchecken selber in die Hand genommen und die Gäste von 414 einfach aus “seinem” Hotelzimmer geworfen.

Quelle : welt.de

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